Passa ai contenuti principali

Italienisch für Ausländer, in Kürze. Von Ivan Cattaneo, gesungen von Francesco Biancono

Literatur und Fremdsprachenunterricht stehen sich ja näher, als Seelenscheuchen wie der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen mit seinen bedürfnisorienterten A1, A2, B1 …glauben machen möchte. Schon der Herr Ionesco hatte ja ein „Französisch für Anfänger“ geschrieben. Es beginnt mit dem Aufschrei „Le feu! Le feu!“ und geht in Ton und Form so weiter. In die Schulen kam daher nicht er, sondern das alltagsorientierte „Je m‘appelle Yoko Kashimada“, bei dem wir alle einmal vom Stuhle gerutscht sind. Auf Russisch war das dann „Menja sawut Irina!“ und auf Deutsch, wie ging das gleich? Immer dasselbe, von Sprache zu Sprache.

Sprache, möchte ich gegen solche kommunikativen Ausstöße noch einmal festhalten, ist Klang und Gestalt, nicht Sprechintention, was immer das sein mag, wenn unsereiner so vor sich hin quatscht, noch Bedürfnis. Ist aber auch egal, weil ja nach fünfzig Jahren kommunikativen Sprachunterrichts eh niemand mehr Lust zu so was hat. 


Hier nun, vielleicht als Gegenmttel oder Trostpflaster, ein Lied „Italienisch für Anfänger“, das mit dem Klang von „mi piaci tu“ („mir gefällst du/ mich mag dich/ hab dich lieb“) und „non ti amo più“ („ich liebe dich nicht mehr“).Blüten schwingt und zudem die ganze italienische Liebesleier in drei Versen zusammenfasst, als Easy Reader für die Canzone italiana. 


Ich hab dich lieb, ich hab dich lieb, ich hab dich lieb

Ich hab dich lieb (sechs Mal)

Meine Liebe bist nur du

Bist nur du


Ich liebe dich nicht mehr, ich liebe dich nicht mehr, ich liebe dich nicht mehr

Ich liebe dich nicht mehr (sechs Mal)


Ob dieser Text von Franceso Bianconi ist oder vom Herrn Ivan Cattaneo, einem verspielten Mehrkünstler und heutigen Big Brother VIP-Star in Italia, ist mir nicht klar. Er segelt unter Cattaneos Namen.

Commenti

Post popolari in questo blog

Die Nacht von Laszlo de Simone: Einfach kompliziert: Schwierigkeiten beim Hin und Her

Innamorarsi heißt: sich verlieben , aber far  innamorar:   Verlieben  machen ? Klingt schräg. Lieber hölzern: Dazu bringen sich zu verlieben ? Wenn Magie im Spiel wäre, und das ist nie auszuschließen, könnte auch   verzaubern gehen, dann wäre fürs Deutsche immerhin Poesie drin, aber die Liebe aus dem Spiel. Kurz: un fiore/ tutti quanti ci fa  innamorar : Eine Blume, die uns alle so verzaubert, dass wir uns  verlieben ? Hier versuch ichs etwas anders. Klingt prätentiös, was De Simones Texte nicht tun. Sind immer leicht und fliegen. La notte Cela i ladri e cela anche un fiore Sfuggito al giorno ma non a vento e pioggia E tutti quanti ci fa innamorar E io vorrei tornare Die Nacht Verbirgt Diebe und birgt auch eine Blume Die dem Tag entwischt, doch Wind und Regen nicht Und wir alle, verzaubert, verlieben uns Und ich möchte zurück Zurück wohin? Nu: Godere finden wir im Wörterbuch als genießen und denken an ältere Tanten, welche sich abends ...

Giorgio Poi: Im Supermarkt. Dem norditalienischen

Wer das Lied „Im Supermarkt“ von Giorgio Poi hört, sollte nicht an einen deutschen Depressionsmarkt wie Penny  oder die Gemüsesuppendosengänge bei Kaufland oder Edeka denken. Der eine oder andere  Rewe käme vielleicht in Frage, da wären aber sicher die Gänge noch zu eng und die Regale zu  niedrig. Das Warenangebot muss in Italien weit über Kundenköpfe hinausragen. Gleich hinter dem  Eingang braucht es knallbunt, weit ausladend Obst und Gemüse, dann kommen Fisch, Fleisch und  Aufschnitt in Massen: Es riecht nach Kochschinken. Italiener geben bekanntlich ein paar Prozent  ihres Gehalts mehr fürs Essen aus als die Deutschen, welche knickrig. Lied von der Platte So ein italienischer Supermarkt ist daher schon mal das passende Ambiente, wenn einer va a  cucca, cioè auf Jagd geht nach verfügbaren Liebespartnern. In Milano galten lange die großen  Supermärkte von Esselunga als Geheimtipp, also nicht die ganz großen wie in der Vorstadt Sesto ...

Un magna, magna, besungen von Myss Keta

  Myss Keta, Meisterin der anmutigen Vulgarität, besingts Scheinehirtentum kunstvollst, das Römische,  mit “Cafonal”. Dass da in Italien Faschisten an der Regierung sind, könnte ja beunruhigen. Beißen  aber gar nicht, vorerst. Die sind radikal vor allem darin, die Rechten auf alle wichtigen  und unwichtigen Direktorenposten zu setzen oder sitzen zu lassen, wo alle andern  fliegen*. Seit dem ersten Tag der Regierung ist im ganzen Lande ein Gemauschel** im Gange, das im Mutterland des Klüngels seinesgleichen suchte. Überall Faschisten  am Ruder also? Eher ein Haufen von Leuten ohne jede Qualifikation außer  der, verwandt zu sein oder befreundet. Meistens sone, denen man keine fünf Euro  leihen würde. Aber das sind moralische Kategorien. Führen ja zu nichts: Moral teilt: der eine entrüstet sich, der andre gähnt. Myss Keta hingegen zieht aufs Feld der  Ästhetik, ins Gelände, wo eine/r so oder anders geht und redet und isst. Die Frage:  ...