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Da steht die Liebe, eine

Erster Blick, zweiter, dritter Blick, da steht, am Rand der Feldstraße: 
una graziosa: eine Anmutige, 
una bambina: ein Kind, 
una puttana, eine Nutte.

.
Die Anmut: "große Augen, Farbe der Blätter
die ganze Nacht steht sie auf der Schwelle
allen verkauft sie dieselbe Rose", und ist doch ein kleines Mädchen. 

Ein Kind: "die Lippen Farbe des Rosts 
die Augen grau wie die Straße
wo sie geht, erblühn die Blumen". 

Eine Nutte: "große Augen, Farbe der Blätter
wenn du Lust bekommst, sie zu lieben
brauchst du sie nur an der Hand zu nehmen

Und es scheint dir, weit weg zu sein
sie sieht dich an mit einem Lächeln
du hättest nicht gedacht, dass das Paradies
sich nur im ersten Stock befinde." 

Doch versteh das nicht falsch: 
"da geht ein Getäuschter
will sie bitten ihn zu heiraten
sie die Treppe raufgehen zu sehen
solange der Balkon geschlossen ist". 

"Liebe und lache, wenn die Liebe antwortet
weine laut, wenn sie dich nicht hört
aus den Diamanten wird nichts geboren
aus dem Mist wachsen die Blumen".  

Enzo Jannacci hat den Text zusammen mit Faber geschrieben. Seine Version ist sicher dramatischer, etwas kunstvoller. 




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