Passa ai contenuti principali

Da steht die Liebe, eine

Erster Blick, zweiter, dritter Blick, da steht, am Rand der Feldstraße: 
una graziosa: eine Anmutige, 
una bambina: ein Kind, 
una puttana, eine Nutte.

.
Die Anmut: "große Augen, Farbe der Blätter
die ganze Nacht steht sie auf der Schwelle
allen verkauft sie dieselbe Rose", und ist doch ein kleines Mädchen. 

Ein Kind: "die Lippen Farbe des Rosts 
die Augen grau wie die Straße
wo sie geht, erblühn die Blumen". 

Eine Nutte: "große Augen, Farbe der Blätter
wenn du Lust bekommst, sie zu lieben
brauchst du sie nur an der Hand zu nehmen

Und es scheint dir, weit weg zu sein
sie sieht dich an mit einem Lächeln
du hättest nicht gedacht, dass das Paradies
sich nur im ersten Stock befinde." 

Doch versteh das nicht falsch: 
"da geht ein Getäuschter
will sie bitten ihn zu heiraten
sie die Treppe raufgehen zu sehen
solange der Balkon geschlossen ist". 

"Liebe und lache, wenn die Liebe antwortet
weine laut, wenn sie dich nicht hört
aus den Diamanten wird nichts geboren
aus dem Mist wachsen die Blumen".  

Enzo Jannacci hat den Text zusammen mit Faber geschrieben. Seine Version ist sicher dramatischer, etwas kunstvoller. 




Commenti

Post popolari in questo blog

Giorgio Poi: Im Supermarkt. Dem norditalienischen

Wer das Lied „Im Supermarkt“ von Giorgio Poi hört, sollte nicht an einen deutschen Depressionsmarkt wie Penny  oder die Gemüsesuppendosengänge bei Kaufland oder Edeka denken. Der eine oder andere  Rewe käme vielleicht in Frage, da wären aber sicher die Gänge noch zu eng und die Regale zu  niedrig. Das Warenangebot muss in Italien weit über Kundenköpfe hinausragen. Gleich hinter dem  Eingang braucht es knallbunt, weit ausladend Obst und Gemüse, dann kommen Fisch, Fleisch und  Aufschnitt in Massen: Es riecht nach Kochschinken. Italiener geben bekanntlich ein paar Prozent  ihres Gehalts mehr fürs Essen aus als die Deutschen, welche knickrig. Lied von der Platte So ein italienischer Supermarkt ist daher schon mal das passende Ambiente, wenn einer va a  cucca, cioè auf Jagd geht nach verfügbaren Liebespartnern. In Milano galten lange die großen  Supermärkte von Esselunga als Geheimtipp, also nicht die ganz großen wie in der Vorstadt Sesto ...

Giorgio Poi: Wo die Lieder wohnen

Mit beiden Füßen fest, am Morgen frisch? Ich schau in den Spiegel, bevor ich rausgeh Zur Sicherheit, zur Kontrolle Ja, ich bins Du hast mir auf den Lippen so ein Likörrot hinterlassen, deinen Herpes Sì, sono io Mi hai lasciato sulle labbra il rosso dell'alchermes, il tuo herpes Frisch angesteckt? Es ist Krieg! Menschen gegen Insekten Atombomben auf Bienenstöcke Im Notfall mit den Flügeln schlagen Wie? Das ist das Leben Low cost Von Ferien in wunderschönen Resorts träumen Auf schwebenden Inseln zwischen Süd- und Nordpol Wo du nur mit Geld hinkommst, wo die dunklen blond werden Wo du nicht du bist, und ich nicht ich Dove tu non sei tu, e io non sono io Eine Verheißung? Mit Spucke ein Loch in den Himmel schießen Bucare il cielo con uno sputo Der steht ja gar nicht, der liegt. Suchtest Gott, aber du findest ihn nicht und sie fällt auf dich zurück Cercavi Dio, ma non l'hai trovato e ti torna indietro Die Spucke der Gottsuche. Zwischen Tannennadeln und Brombeerbüschen Wer weiß, ...

Giorgio Poi: Di pomeriggio spielen die Schatten

Sommersonne, Wintersonne: Schatten, kurz und lang. Der Winter kommt gleichwohl bedrohlich.  Sommersonne: Nachmittage, Sonnenmomente, Schatten wie Spiele nur, nichtsnutzigst Glück gefühlt, gedacht  auch, erlebt und weg. Diese Momente gleiten vorbei und kommen nicht wieder, das weißt du.  Bleibt etwas wie Trauer, selige Trauer? Reiß dich zusammen! „Wenn ich mich nicht ändre, geht  das nicht gut aus“. Wintersonne: Die Schatten werden länger. So lang werden die! Winterkälte: Noch staunst du und lebst. Dann kommt aus dem Norden, von da ganz oben, die Kälte nicht nur,  da kommen auch die Auswahlverfahren für Stellen als Soundso. Der Ernst des Lebens. Die  feste Stelle, ein italienischer Traum! in einem Mailänder Büro oder in einer Schule da im Norden. „Wir werden nie wiederkehren“. Es gab, gibt so Momente „Wir werden nie wiederkehren“, singt Giorgio Poi; " Non torneremo mai più" . Von den Momenten? Oder von uns, während  die blieben? Ist gleich, es ist a...