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Sitzen bleiben, Wein und Brot geben (Der Fischer von de André)


Im Schatten der letzten Sonne 
War ein Fischer eingenickt
Eine Furche ging quer über sein Gesicht 
fast wie ein Lächeln.

Kam an den Strand ein Mörder.
Zwei große Kinderaugen
Zwei enorme Augen voll Angst,
Spiegel eines Abenteuers.

Sagte dem Alten: "Gib mir Brot
Hab wenig Zeit und der Hunger ist groß".
Und sagte dem Alten "gib mir Wein,
ich habe Durst und ich bin ein Mörder."

Der Alte blinzelte in den Tag,
Sah sich nicht mal um,
goss nur den Wein ein und brach das Brot
für den, der gesagt hatte: "Hab Hunger, hab Durst".

War nur die Wärme eines Augenblicks.
Dann wieder weg, dem Wind entgegen
In den Augen noch die Sonne
Im Rücken einen Fischer.

Im Rücken einen Fischer.
Und die Erinnerung tut schon weh,
ist schon die Sehnsucht nach einem April,
nach Spielen im Schatten eines Hinterhofs.

Hoch zu Ross kamen zwei Gendarme
Hoch zu Ross, Waffen in den Händen
fragten den Alten, ob da 
ein Mörder vorbeigekommen wär. 

Aber im Schatten der letzten Sonne 
War ein Fischer eingenickt
Eine Furche ging quer über sein Gesicht 
fast wie ein Lächeln.

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