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Ein Gedicht von Cristina Campo: Moriremo lontani

Fern voneinander werden wir sterben. Es wäre viel
wenn ich meine Wange in deine offene Hand legte
zum Neujahrstag; wenn du in meiner die Spur
einer anderen Wanderung sähst.

Von der Seele so wenig
ist uns bekannt. Sie trinkt wohl aus den Becken
konkaver Nächte ohne Schritte,
sicher ruht sie unter luftigen Pflanzen
aufgesprossen aus Steinen …
Oh Herr und Bruder! Doch über uns,
über einen einzigen Schrein aus Kristall
werden gelehrte Völker schreiben
nach tausend Wintern vielleicht:

Keine Familienbande vereinten diese beiden
in der verlassenen Totenstadt“.


Moriremo lontani. Sarà molto
se poserò la guancia nel tuo palmo
a Capodanno; se nel mio la traccia
contemplerai di un’altra migrazione.
Dell’anima ben poco
sappiamo. Berrà forse dai bacini
delle concave notti senza passi,
poserà sotto aeree piantagioni
germinate di sassi…
O signore e fratello! ma di noi
sopra una sola teca di cristallo
popoli studiosi scriveranno
forse, tra mille inverni:

Nessun vincolo univa questi morti
nella necropoli deserta”.

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