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Elio über Afrika und Milano

Um das Jahr 2000 herum. Mailand. 

Einer liegt im Parco Sempione, un bel libro, ein schönes Buch in der Hand, da hört er Bongo-Getrommel. Damals nämlich große Mode unter allen Müslis ("Fricchettoni") der Stadt. "Suono di/ Merda": "Klingt echt/ Scheiße", bemerkt unser Parkbesucher. Soll er aufstehen und hingehen? und den Typ fragen, warum ihn offenbar, cazzo: "Schwanz"/ "Scheiße", ausgerechnet heute niemand stoppen könne: quasi quasi mi alzo /vado a chiedergli perché / ha deciso che, cazzo, / proprio oggi / niente lo fermerà. 

Was möchte er ihm sagen? "Hör auf mit diesen Bongos, wir sind doch nicht in Afrika, lange Haare hast du ja, aber du musst üben / du triffst den Takt nicht und so bringst du mir Afrika um / das schon viele Probleme hat / aber sicher keine mit dem Rhythmus". "Jetzt schlag ich dir die Bongos ein/ um Afrika zu rächen".

Mailändisch reicht er dann nach: "Ich bin zwar schon achtzig, aber dafür langts noch". Metaphorisch interessant: "Ohè che dü bal": Hej, was für zwei Eier! also Testikel, wozu man sich den schwülen Mailänder August und die Eier daher als verschwitzt vorzustellen hat: etwas recht Unangenehmes und Lästiges. Dü bal d'Agust, dies Trommeln da. 

Der abschließende Kommentar folgt wiederum in Milanese, im Mailänder Dialekt: 
OhèTe tiri una pesciada in del cü
pesciada, Italienisch: pisciata, elegant gesagt: Pinkelei
, Italienisch culo, Popo. Va a ciapà i ràtt
Geh Ratten fangenTe podet vend dumà el tò ciculàt
Du kannst deinen Stoff morgen verkaufen

Italienischer Artikel dazu: Patrimoni linguistici. "Elio e le Lingue Regionali", von .

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