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Ließen wir ihn singen?

Toto Cutugno, der Sänger von anregenden Liedern wie "Gloria",  ist ja über uns angesiedelt, irgendwo zwischen Halbgott und wer weiß. Seit ewig erscheint jeden Tag dasselbe jugendliche Foto des Maestro auf Facebook , von Fans kommentiert: "Sie sehen heute großartig aus, Maestro!" oder "Die Jacke scheint mir etwas vergilbt in der letzten Zeit, Maestro!" Das aus Dankbarkeit, nehme ich an, für das italienischste, träumen wir, aller Lieder: "Lasst mich singen / die Gitarre in der Hand / lasst mich singen / ich bin Italiener". Weil, so wir, sie ja sonst nichts haben, oder?  "Guten Tag, Italien/ Spaghetti al dente / einen Partisanen als Präsident": Pertini, lang ists her. Und "immer mit dem Autoradio/ in der rechten Hand", auch vorbei. "Einem Kanarienvogel überm Fenster", heute eher Alarmanlage.  "Guten Tag Italien/ mit deinen Künstlern" oha, Talent Shows, "mit zu viel Amerika auf den Plakaten / mit den L...

War einmal ein Revoluzzer: Klassiker von den Skiantos

Der Leadsänger ist inzwischen verstorben. Das Lied der Mailänder Vorortgruppe "Skiantos" ist irgendwann Ende der siebziger entstanden und über Konzerte in Sozialzentren kaum hinausgekommen. Ins Fernsehen hat man sie nicht gelassen. So hallt es vielleicht noch auf irgendwelchen städtischen Hinterhöfen nach. Geblieben ist der italienische Rebell, wie ihn das Lied schildert, oder nicht? Etwa wie der Revoluzzer , den Erich Mühsam besungen hat. "Hallo, gib mir mal die Mama! Die Mama, das weiß ich doch, liegt noch wach in ihrem Zimmer es ist vier Uhr morgens ich müsst mal kurz mit ihr reden Es geht mir gut, kein Unfall, nein schau Mama, mir ist nichts passiert aber heut Nacht komm ich nicht nach Haus ich bin unterwegs, da gibts nichts zu erklären Ich schwörs, ich will dir nicht wehtun damit ich schlaf woanders, machs mir nicht so schwer weißt du, Mama ich kann bei Freunden übernachten sprich doch lauter, ich versteh dich nicht Ich bin ein Rebell, Mama! ...