Zu den großen Geheimnissen der damaligen Rauch- und Nebelstadt Milano, Mailand, gehört die Geburt eines Trios von Künstlern, die alles übertreffen, was Italien in den Sechzigern an Einfällen und Meisterschaft zu bieten hat. Den ersten der drei, Adriano Celentano, kennt in Europa bis weit nach Russland ein jeder. Die anderen beiden heißen Enzo Jannacci , Arzt und Sänger, und Giorgio Gaber , Sänger und Clown, wenn man das so sagen darf. Bis in die siebziger Jahre waren beide im Fernsehen zu bewundern. Seitdem gibt es dort nur noch neapolitanischen und römischen Humor und die Musik, nun. Der Norden des Landes ist vom Bildschirm verschwunden. Nur bei ihrem Tod erinnerte man sich der beiden Mailänder. Sowohl Gaber als auch Jannacci haben als Mailänder Sänger begonnen. Während aber Jannacci mit El purtava i scarp de tennis , über einen, der wie ein Penner aussieht in seinen Sportschuhen, zunächst im Dialekt singt, preist Gaber in der Ballade von Cerutti, Dino ein Geschöpf der Mailä...